VORBEREITUNG FÜR Starke Fotos

Mit ein wenig Vorbereitung sehen Sie noch besser aus.


1. Ihr persönliches Wohlfühlprogramm

 

• Gehen Sie am Vorabend früh zu Bett.

 

• Hetzen Sie bitte nicht.

 

Ich habe schon erlebt, dass Kunden auf die Sekunde pünktlich zum Shoot erschienen. Durchgeschwitzt, mit verklebten Haaren und nassem Hemd. Wenn Sie sich verspäten, rufen Sie mich kurz an, damit ich Bescheid weiß. Durchgeschwitzt sehen Sie nicht besser aus! 

 

2. Kleidung  

 

Gleich vorweg und nur relevant, wenn es keinen Dresscode gibt: verkleiden Sie sich nicht. Wenn Sie sich für Ihr Foto verkleiden, müssen Sie das später dann auch.

 

Was also tragen Sie auf Ihrem Foto?

 

Kommt auf Ihre Branche, Ihre Position und Ihren Geschmack an. Für die richtige Kleidung  gibt es leider keine allgemeingültige Formel. Faustregel: Ziehen Sie sich so an, wie Sie einem Kunden/Klienten/Mandanten begegnen oder in ein offizielles (Vorstellungs-) Gespräch gehen. 

 

Für Damen gilt: 

Meist ist bei Damen ein Oberteil ohne Kragen viel schöner, weil man bei einer Bluse mit Kragen oft nicht weiß, wohin damit. Unter den Kragen des Blazers? Oder darüber? Oder wie?

 

Schauen Sie sich weibliche CEOs oder Politikerinnen an, z.B. in Finnland, in Paris, sonst wo!

 

Ein wenig dezenter Schmuck darf sein! 

 

Für Herren gilt: 

Tragen Sie eine Krawatte, dann auch unbedingt ein Sakko. Eine moderne Krawatte, bitte googeln Sie: "Krawatten Trends". Die Krawatten bitte sorgfältig transportieren, entweder gerollt oder in einer Krawattenschachtel (Box/Etui). Sehr viele Herren nehmen gerne ein Foto mit und eins ohne Krawatte.

 

Gilt für alle Geschlechter:

 

Bitte vermeiden Sie Kleidung mit Streifen oder wilden Mustern. Dies kann bei der Darstellung auf einem Bildschirm zu Flimmern führen (Moiré-Effekt).

 

Kleidung muss passen! 

Ein absolutes No-go: Hemd und Sakko zu klein. Der oberste Hemdknopf muss schließen, wenigstens fürs Foto und natürlich nur, wenn Sie Krawatte tragen. Zu groß ist allerdings auch nicht schön, denn nur wenn der Kragen am Hals anliegt, ist es ein schöner Anblick. Kann man zwischen Hals und Hemdkragen bis zum Bauchnabel schauen, ist das Hemd zu groß!

 

Das Sakko/Blazer sollte keinesfalls vor dem Bauch spannen. Es sollte im Regelfall für das Foto geschlossen getragen werden. Zwar sieht man meist den Sakkoknopf gar nicht, aber das Revers sollte nicht senkrecht herunterhängen.

 

Hier ein Style-Guide des Herrenausstatters Walbusch: So sitzt Ihr Anzug wirklich wie angegossen!

 

Hier Beispiele für »No-go Mode«. (No-go ist ein Adjektiv, habe ich gelernt.)

 

Wie muss ein Damen-Blazer sitzen? Blazer: So sitzt er perfekt.

 

 

Sakko zu klein, Hemd zu klein. Ergebnis? Suboptimal!

 

Danke fürs »Modeln«, Jan!

Das Hemd flattert wie ein Zelt.

 

Danke fürs »Modeln«, Henry!


Für handwerkliche Berufe ist natürlich auch ein gepflegtes Freizeit-Outfit ok. Ein Bäckermeister darf lockerer aussehen, als ein Banker oder Jurist. Das Rammstein-T-Shirt muss es aber auch nicht sein. 

 

Übrigens spricht nichts gegen Berufskleidung. Eine Latzhose für den Tischler oder die Kochjacke und Mütze für den »Chef de cuisine«, zum Beispiel.

Dieser Tischler erhielt nicht nur eine Einladung zum Vorstellungsgespräch!


Sie erhalten Ihre Fotos in hoher Auflösung, dabei werden möglicherweise Flecken sichtbar, die Sie mit bloßem Auge nicht sehen. Bitte deshalb mit frisch gereinigter Kleidung zum Shooting erscheinen.

 

Was sollten Sie für ein Porträt NICHT tragen?

 

Vermeiden Sie Logos oder Bilder

 

Logos und Bilder lenken ab und sehen deshalb auf Business-Porträts nicht gut aus. Ein Logo oder Bild ist nur dann in Ordnung, wenn es für Ihr eigenes Unternehmen bestimmt ist. Bei Rechtsanwälten ist das definitiv unüblich.

 

3. Portraitfoto mit oder ohne Brille? Sitzt die Brille korrekt?

 

Eine Brille mit verkratzen Gläsern, die auch noch schief sitzt und dauernd herunterrutscht, ist nicht geeignet. Besuchen Sie vor dem Shooting noch einen Optiker, der alles in Ordnung bringt. Wenn Sie beabsichtigen, mit Brille in zu Ihrem Vortrag, Ihrer PK oder Ihrem Job-Interview zu erscheinen, trage Sie diese Brille bitte auch auf dem Foto. So vermeiden Sie eine kurze Irritation gleich zu Beginn, wenn Sie wegen der Brille (oder weil Sie keine tragen) nicht gleich erkannt werden!

 

Ob eine Brille spiegelt oder nicht, hängt nicht von den Gläsern ab, sondern einzig und allein von dem Winkel zwischen Bügel und »Linsenebene«, das ist die sogenannte »Vorneigung«.

 

Spiegelt die Brille, gibt es zwei Möglichkeiten. Anderes Licht oder Photoshop. Mein Job.

 

4. Muss man auf einem Businessportrait lächeln?

 

Sie müssen gar nichts! Ich sage gern »ein entspannter Blick ist perfekt genug!«

 

5. Kann ich nicht mein  altes Foto verwenden?

 

Nein - ich brauche den Umsatz!

 

Aber im Ernst. Vermeiden Sie peinliche Situationen mit einem Foto aus der Steinzeit.

 

 

6. Was ist das Nutzungsrecht? Darf ich mit dem Foto alles machen?

 

Sie kaufen bei mir kein Foto, sondern das Recht, ein Foto zu nutzen.  Sie dürfen mit dem Foto machen, was Sie wollen. Abgesehen von wenigen in meinen AGB ausgeschlossenen Nutzungen (Rassismus, Gewaltverherrlichung etc.)

 

7. Selbsterkenntnis

 

Die meisten Bilder, die ich fotografiere, drehen sich um die aktuelle Position oder einen gewünschten Job. Da hilft gelegentlich ein wenig Psychologie.

 

Nur, wenn Sie mögen.