Bewerben als Führungskraft?
Jenseits des Lebenslaufs:
Wie erfahrene Führungskräfte ihren nächsten strategischen Wechsel gestalten
Wer bereits Jahre oder Jahrzehnte in der Verantwortung steht, für den fühlt sich das Wort „Bewerbung“ oft falsch an. Und das zurecht. Auf Senior- oder C-Level-Ebene bewirbt man sich nicht im klassischen Sinne – man positioniert sich für eine neue Herausforderung.
Der Markt für Top-Positionen funktioniert nach eigenen Regeln: Er ist diskret, beziehungsgesteuert und hochgradig strategisch. Wer hier mit Standard-Anschreiben operiert, signalisiert oft ungewollt, dass er die Spielregeln dieser Liga nicht kennt.
Führungskräfte netzwerken.
Wie aber gestalten gestandene Manager heute aktiv ihren nächsten Karriereschritt – egal ob im industriellen Herzen des Ruhrgebiets oder in der Finanzmetropole Frankfurt?
1. Das Netzwerk ist der Deal-Maker
Die attraktivsten Mandate im gehobenen Management landen niemals auf öffentlichen Jobbörsen. Sie werden im „verdeckten Stellenmarkt“ besetzt. Für Führungskräfte bedeutet das: Netzwerkpflege ist Pflicht. Das gilt regional wie überregional: Die Hidden Champions rund um Bottrop und im Ruhrgebiet ticken oft anders als die Konzerne im Rhein-Main-Gebiet. Wer wechseln will, muss verstehen, wie die lokalen Netzwerke und Entscheider-Zirkel funktionieren. Ein vertrauliches Gespräch wiegt hier oft mehr als jede PDF-Datei.
2. LinkedIn & Visuelle Identität: Der erste Eindruck entscheidet
Für Executives ist LinkedIn kein Online-Lebenslauf, sondern ein Instrument zur Reputationssteuerung. Ein Headhunter, der einen CEO oder VP sucht, prüft sofort den digitalen Fußabdruck. Dabei fällt der erste Blick unweigerlich auf das Profilbild.
Der LinkedIn Headshot als Statement: Ein verwackeltes Selfie oder ein ausgeschnittenes Urlaubsfoto sind auf diesem Level ein No-Go. Ihr LinkedIn Headshot muss Kompetenz, Nahbarkeit und Souveränität ausstrahlen. Investieren Sie in einen Profi, der versteht, wie man Führungspersönlichkeiten ablichtet.
Thought Leadership: Teilen Sie keine Banalitäten. Veröffentlichen Sie fundierte Einblicke.
Profil-Slogan: Bringen Sie Ihre Value Proposition auf den Punkt.
3. Die neuen Unterlagen: Executive Summary & Bewerbungsfotos
Wenn Unterlagen gefordert werden, senden Profis kein Standard-Anschreiben. Was zählt, sind eine Executive Bio und eine klare Leistungsbilanz (Track Record).
Doch unterschätzen Sie nicht die visuelle Komponente in den Unterlagen: Hochwertige Bewerbungsfotos sind der Anker, an dem das Auge des Betrachters hängen bleibt. Sie geben der „Papierform“ ein Gesicht. Ob Sie sich nun bei einem Traditionsunternehmen in Bottrop oder einer Bank in Frankfurt vorstellen – die Bildsprache muss zur Zielbranche und Ihrem Senioritätslevel passen.
4. Der Pro-Move: Die Inverse Bewerbung
Dies ist die Königsdisziplin. Anstatt darauf zu warten, dass ein Headhunter anruft, engagieren Sie einen spezialisierten Berater. Dieser sondiert in Ihrem Auftrag den Markt. Der Vorteil: Sie lagern die Akquise aus und wahren Diskretion. Ihr Berater nutzt sein Netzwerk im Ruhrgebiet oder Rhein-Main-Gebiet, um Sie direkt bei Entscheidern ins Spiel zu bringen – oft bevor eine Stelle offiziell ausgeschrieben ist.
Ergo: Als erfahrene Führungskraft wechseln Sie nicht den Job, Sie wechseln die Wirkungsstätte. Ihr gesamter Auftritt – vom professionellen Bewerbungsfoto bis zum strategischen Netzwerk – muss diese Souveränität ausstrahlen.