Fünf Fragen an Kai Eggloff
Kai Eggloff ist Unternehmer und Geschäftsführer der Eggloff Investment Holding.
Er begleitet vielversprechende Projekte junger Talente und fördert unternehmerische Ideen, die einen positiven Beitrag für die Zukunft leisten.
1) Kai, was ist die Idee hinter der Eggloff Investment Holding und wofür steht dein Unternehmen?
Kai Eggloff
Die Eggloff Investment Holding versteht sich als Partner für die Entwicklung und Umsetzung unternehmerischer Ideen. Wir arbeiten mit Kooperationspartnern aus unterschiedlichen Bereichen zusammen und unterstützen insbesondere junge Gründerinnen und Gründer dabei, ihre Konzepte in die Praxis zu überführen.
Gerade im Umfeld von Digitalisierung und neuen Technologien gibt es viele vielversprechende Ansätze, denen häufig noch die passenden Strukturen, Erfahrung oder Ressourcen fehlen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, diese Lücke zu schließen und Projekte auf ihrem Weg zu begleiten – von der ersten Idee bis hin zu einer tragfähigen unternehmerischen Umsetzung.
Uns ist wichtig, nicht nur kurzfristige Chancen zu verfolgen, sondern langfristig zu denken. Die Welt befindet sich in einem starken Wandel, und wir möchten dazu beitragen, Lösungen zu fördern, die in einer komplexer werdenden Umgebung Orientierung geben und einen nachhaltigen Mehrwert schaffen.
2) Kannst du ein Beispiel für ein aktuelles Projekt nennen, an dem dein Unternehmen beteiligt ist?
Ein aktuelles Projekt im Aufbau befasst sich mit der Weiterentwicklung moderner Robotiksysteme für den Einsatz in sensiblen Bereichen wie Pflege- und Therapieanwendungen. Ziel ist es, technische Lösungen zu entwickeln, die Fachkräfte sinnvoll entlasten und gleichzeitig dazu beitragen, den Zugang zu dringend benötigten Behandlungen für Menschen unabhängig von Zeit und Ort zu verbessern.
Gerade in diesen Bereichen sehen wir großes Potenzial, Prozesse effizienter zu gestalten, ohne den menschlichen Faktor zu ersetzen. Robotik kann dabei helfen, Wartezeiten zu reduzieren, Routineaufgaben zu übernehmen oder therapeutische Anwendungen präziser und besser verfügbar zu machen, insbesondere in Regionen, in denen entsprechende Angebote heute nur eingeschränkt vorhanden sind.
Uns ist bei solchen Projekten besonders wichtig, dass Technologie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Deshalb arbeiten wir eng mit medizinischen Fachkräften, Entwicklern und Forschungspartnern zusammen, um Lösungen zu entwickeln, die im Alltag tatsächlich funktionieren und einen echten Mehrwert bieten. Solche Vorhaben stehen beispielhaft für unseren Ansatz: Innovation nicht um ihrer selbst willen, sondern mit dem klaren Ziel, Lebensqualität zu verbessern und gesellschaftliche Herausforderungen konstruktiv anzugehen.
3) Kritiker befürchten, dass der zunehmende Einsatz von Robotern dazu führt, Menschen zu ersetzen und Arbeitsplätze zu gefährden, wie bewertest du diese Sorge grundsätzlich?
Diese Sorge ist nachvollziehbar, denn technologische Entwicklung darf nicht allein von Marktmechanismen bestimmt werden. Entscheidend ist, dass der Mensch gemeinsam mit der Technologie im Mittelpunkt bleibt und nicht zum nachrangigen Faktor wird. Robotik sollte sich daran messen lassen, ob sie den Alltag tatsächlich verbessert und gesellschaftlichen Nutzen stiftet. Gerade in sensiblen Bereichen braucht es klare ethische Leitlinien und transparente Entscheidungsprozesse. Der Einsatz neuer Systeme sollte nicht ausschließlich unter Effizienzgesichtspunkten erfolgen, sondern auch soziale und menschliche Auswirkungen berücksichtigen. Eine enge Einbindung von Fachkräften und Nutzerinnen und Nutzern ist dabei unerlässlich. Nur so kann technologischer Fortschritt langfristig Akzeptanz und Vertrauen schaffen.
4) Wie siehtst du die Welt in fünf Jahren – angesichts der zunehmenden technologischen Umbrüche und der wachsenden globalen Herausforderungen?
Wir stehen derzeit an einem kritischen Wendepunkt, an dem sich entscheiden wird, wie wir mit den großen Herausforderungen unserer Zeit umgehen. Steigende Energiepreise, begrenzte Ressourcen und soziale Spannungen entwickeln sich schneller, als der technologische Fortschritt darauf reagieren kann. Wenn technologische Lösungen jetzt nicht konsequent weiterentwickelt und umgesetzt werden, drohen diese Probleme sich zu verschärfen.
Gleichzeitig existieren bereits heute zahlreiche Ansätze, die echte Verbesserungen ermöglichen könnten, aber noch zu selten den Weg in die breite Anwendung finden. Es besteht die reale Gefahr, dass wertvolle Jahre verloren gehen.
5) Was gibt dir trotz der aktuellen Herausforderungen Zuversicht für die kommenden Jahre?
Zuversicht geben vor allem die vielen engagierten Menschen auf diesem Planeten, die mit Kreativität, Verantwortung und Mut an Lösungen arbeiten. In nahezu allen Bereichen entstehen neue Ideen, die zeigen, wie viel Innovationskraft und Gestaltungswille vorhanden ist. Gerade junge Generationen bringen neue Perspektiven ein und hinterfragen bestehende Strukturen konstruktiv.
Dieser menschliche Antrieb ist aus meiner Sicht der wichtigste Faktor für positive Veränderung. Wenn Talente unterstützt werden und gute Ideen die Chance bekommen, sich zu entfalten, lassen sich auch komplexe Probleme bewältigen. Technologie kann dabei ein starkes Werkzeug sein, entscheidend bleibt jedoch immer, wie bewusst sie eingesetzt wird. Diese Kombination aus Engagement, Verantwortung und Fortschrittswillen stimmt mich optimistisch für die kommenden Jahre.
Lieber Kai, ich danke dir für das Gespräch.
Habe ich dich in der Vergangenheit fotografiert bevor es dieses Format “Fünf Fragen an…” gab? Dann holen wir das gern nach.
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