Über den ersten Eindruck hinaus

So meistern Sie den Gesprächseinstieg

In meiner täglichen Arbeit als Fotograf für Business-Headshots und Bewerbungsfotos begegne ich vielen Persönlichkeiten, die sich auf anspruchsvolle Funktions- und Führungspositionen vorbereiten. Wir investieren viel Zeit in das perfekte Bild, denn die visuelle Visitenkarte ist oft der erste Berührungspunkt mit einem neuen Arbeitgeber. Doch ist die Tür erst einmal offen, folgt im Vorstellungsgespräch prompt die nächste Hürde: die Aufforderung „Erzählen Sie doch mal etwas über sich!“

Der Fotograf bei der Arbeit.

Ein aktueller Artikel bei SPIEGEL Online (hinter der Paywall) hat sich genau diesem kritischen Moment gewidmet. Karrierecoachin Ragnhild Struss gibt dort wertvolle Ratschläge, die ich hier für Sie zusammengefasst und mit meiner Erfahrung aus der Welt des Personal Branding ergänzt habe.

Der „Rote Faden“ statt der Nacherzählung

Der größte Fehler vieler Bewerber ist es, den Lebenslauf chronologisch vorzubeten. Ihre Gesprächspartner haben Ihre Unterlagen bereits gelesen. Was sie stattdessen suchen, ist eine stimmige Geschichte. Die Expertin empfiehlt hierfür ein strukturiertes Drei-Stufen-Modell:

  1. Vergangenheit (Past): Beschränken Sie sich auf die Stationen, die eine direkte Brücke zur neuen Stelle schlagen. Relevanz ist hier wichtiger als Vollständigkeit.

  2. Gegenwart (Present): Skizzieren Sie Ihre aktuelle Rolle und Ihre Kernkompetenzen. Wofür stehen Sie heute fachlich?

  3. Zukunft (Future): Erklären Sie, warum der Wechsel zu genau diesem Unternehmen der nächste logische und konsequente Schritt in Ihrer Laufbahn ist.

Fokus und Souveränität

Für Führungskräfte ist die Art der Selbstpräsentation immer auch eine Arbeitsprobe ihrer Kommunikationsstärke. Beachten Sie daher folgende Punkte:

  • Zeitmanagement: Ihr Monolog sollte die Marke von zwei bis drei Minuten nicht überschreiten. Wer sich kurz fassen kann, beweist, dass er Wesentliches von Unwesentlichem trennen kann.

  • Privates dosieren: Hobbys oder private Details sollten Sie nur erwähnen, wenn sie eine berufliche Kompetenz (z. B. soziale Intelligenz oder Durchhaltevermögen) untermauern.

  • Psychologische Wirkung: Ein gut vorbereiteter Einstieg nutzt den sogenannten Anker-Effekt. Wenn Sie souverän starten, wird man Ihnen auch im weiteren Verlauf des Gesprächs mehr Kompetenz zuschreiben.

Das passende Bewerbungsfoto oder den LinkedIn-Headshot gibt’s bei mir.

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