Zuschuss von der Arbeitsagentur für Bewerbungsfoto
Investition in die Zukunft: Warum ein Premium-Foto keine Frage des Kontostands sein darf
Gerade wenn es darauf ankommt, darf man keine Kompromisse machen.
Normalerweise fotografiere ich Führungskräfte und Unternehmer. Menschen, die längst angekommen sind. Aber hin und wieder stehen Menschen vor meiner Kamera, die noch auf dem Weg sind – oder die gerade eine neue Richtung suchen müssen.
Kein Standard, sondern Charakter.
Wer auf Jobsuche ist, braucht keine „billigen Passbilder“. Er braucht Sichtbarkeit. Wer Absagen im Briefkasten hat, braucht kein 08/15-Foto, sondern einen „Gamechanger“, der dem Personaler sofort signalisiert: Hier ist Persönlichkeit. Hier ist Potenzial.
Qualität sollte keine Frage des Budgets sein. Deshalb ist es mir wichtig, auch diese Türen offen zu halten.
Eine Begegnung in Frankfurt Dass ein gutes Foto Leben verändern kann, habe ich vor zwei, drei Jahren hautnah erlebt. Ich saß mit meiner Mutter beim Abendessen in einem Restaurant in Frankfurt. Plötzlich stand ein junger Mann an unserem Tisch – es war der Koch des Hauses.
Ich hatte ihn fünf Jahre zuvor fotografiert. Ich erinnerte mich sofort an unser Shooting: Damals musste ich ihn noch ausdrücklich dazu überreden, mutig zu sein. Er wollte eigentlich „auf Nummer sicher“ gehen, aber ich bestand darauf, ein ganz besonderes Foto in seiner Berufskleidung zu machen. Ich hatte damals sogar noch die Farbe der Knöpfe an seiner Jacke mit Photoshop auf die Farbe seines Halstuchs abgestimmt und auch einen blauen Hintergrund gewählt. Kein Standard, sondern Charakter.
Jetzt stand er da, in genau dieser Berufskleidung, erfolgreich und stolz. Er erzählte, dass genau dieses Foto damals der Türöffner war. Meine Mutter war „stolz wie Oskar“. Und ich ehrlich gesagt auch. Das sind die Momente, in denen mir klar wird: Ein Foto ist mehr als nur Pixel. Es ist eine Chance.
Der Zuschuss vom Amt: So holst du dir Qualität Viele wissen es nicht: Die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter unterstützen Qualität. Über das sogenannte Vermittlungsbudget können Kosten für professionelle Bewerbungsfotos erstattet werden.
Auch hier gilt: Es gibt keinen automatischen Rechtsanspruch, aber gute Argumente zählen. Ein hochwertiges Foto erhöht die Vermittlungschancen drastisch – das wissen auch die Sachbearbeiter. In Frankfurt wurde mir bereits von Zuschüssen bis zu 200 € für Premium-Bewerbungsfotos berichtet.
So gehst du vor (Klare Kante statt Papierkrieg):
Erst fragen, dann schießen: Der Antrag muss vor dem Fototermin und vor der Bezahlung gestellt werden. Rückwirkend gibt es meist nichts.
Sprich mit deinem Vermittler: Ruf deinen Sachbearbeiter an oder schreibe eine Mail. Beantrage die Übernahme der Kosten aus dem Vermittlungsbudget (bis zu 260 € jährlich für Bewerbungskosten sind oft möglich).
Argumentiere mit Qualität: Sag klar, dass du mit Standard-Bildern bisher keinen Erfolg hattest und dich professionell differenzieren willst.
Rechnung einreichen: Nach dem Shooting reichst du meine Rechnung ein und bekommst das Geld erstattet.
Niemand sollte an seiner Zukunft sparen müssen. Wenn du bereit bist, „Klare Kante“ zu zeigen, finden wir einen Weg.